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Eine Frau sieht rot

Sandra Moscoso möchte die populärste Matadora der Welt werden. Der Fotograf Björn Göttlicher begleitete die junge Andalusierin. Mein Artikel in der SZ.



SZ-Magazin: Herr Göttlicher, wie reagiert das Publikum, wenn eine Frau kämpft?


Die Zuseher belächeln sie. Meist sind es ältere Männer mit Schnurrbart und Sombrero, die sich bei einem Stierkampf versammeln. Wenn sie dann eine Matadora sehen, sagen sie: "Naja, sehen wir mal. Eine Frau kann das ja nicht so gut". Doch schlussendlich stehen sie auf und applaudieren ihr zu.


Auf einem Ihrer Bilder wirkt Sandra Moscoso sehr mutig und stark. Wie ist sie persönlich?


Schüchtern. Sie redet wenig und ist sehr fokussiert auf ihre Arbeit. Doch so zurückhaltend sie auch ist, so mutig und selbstbewusst kann sie auch sein, vor allem wenn sie in der Arena vor einem Stier steht. Ich kann mich noch erinnern, als sie sagte:" Es ist vollkommen unbedeutend wer du bist, denn der Stier diskriminiert dich nicht."  


Muss sie als Frau mehr trainieren, um die gleiche Anerkennung zu bekommen?


Ja, weil der Druck viel höher ist. Sie darf sich keine Fehler erlauben.




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